FRITZ WUNDERLICH ZUM 80. GEBURTSTAG

2010-08-23 19:33:58

FRITZ-WUNDERLICH-ZUM-80.-GEBURTSTAG

 Fritz Wunderlich - unerreicht und unvergessen
 

 

(www.Klassikakzente.de)

"Bis heute gilt er als vielleicht größter lyrischer Tenor des 20. Jahrhunderts, mit Sicherheit aber als einer der bedeutendsten deutschen Sänger. Als Luciano Pavarotti während eines Interviews im Jahre 1990 gefragt wurde, wer für ihn der herausragendste Tenor der Geschichte sei, antwortete er: 'Fritz Wunderlich'." Das sagt Wikipedia über den Tenor, der am 24. September seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte. Doch was sagen sechs ausgewählte Opernstars aus Vergangenheit und Gegenwart über den Ausnahmesänger?

Hier finden Sie einige Antworten und können sich auch einen klingenden Eindruck verschaffen, warum Fritz Wunderlich bis heute diesen legendären Ruf unter Kollegen, Kritikern und Klassikfans genießt:

 

Joseph Calleja:„Es ist ein Berufsrisiko, vermute ich: Ob gewollt oder nicht, klassische Sänger, besonders wir Tenöre, neigen dazu, unsere Kollegen ein bisschen zu analytisch anzuhören. In dem Fall eines Mustervorbilds wie Fritz Wunderlich ist dies allerdings fast unmöglich.

Die „unmittelbare“ Wirkung des Gesangs dieses Künstlers ist so spontan, so goldrichtig, da können wir einfach auf die analytische Mikroskopie verzichten, uns gemütlich zurücklehnen und diese kraftvolle Mischung aus sonniger mediterraner Stimmqualität und einer mitteleuropäischen, musikalischen wie darstellerischen Intelligenz genießen, über die nur ein wahrhaft charismatischer Tenor verfügen kann. Wie schade, dass ich zu spät auf die Welt kam, um ihn auf der Bühne erleben zu können.“

 


Nicolai Gedda
: „Wenn man zum Beispiel deutsche Lieder, insbesondere Schubert, von einem Tenor gesungen hört, kann man alles vergessen, wenn man mal die Aufnahmen von Fritz gehört hat. Was er gemacht hat – da kommt keiner ran. Ich glaube, das wird unerreicht bleiben.“

 

Rolando Villazón: „Das Erlebnis, Fritz Wunderlichs Stimme zum ersten Mal zu hören, war fantastisch. Die Schönheit des Gesangs und die Schönheit der Stimme waren schier unglaublich. Und das erstaunliche ist doch, wie modern sowohl Technik als auch Klang heute noch wirken. Was Dirigenten, Publikum und Kritiker heute von einem Sänger erwarten, entspricht eins zu eins dem, wie Fritz Wunderlich bereits in den 50er- und 60er- Jahren gesungen hat.“

 

 

Anneliese Rothenberger: Ich werde nie vergessen, wie ich Fritz Wunderlich zum ersten Mal traf. Ich war so beeindruckt, dass ich ihn nach einer Probe ansprach und fragte: “Sagen Sie, haben Sie hinten einen elektrischen Anschluss oder wie machen Sie das? Sie singen ja drei Phrasen in einem Atem!“ Er war einfach der beste deutsche Tenor seiner Zeit und er ist ja bis heute nicht ersetzt. Da müssen Sie schon drei engagieren, die dann vielleicht das bringen, was er alleine gekonnt hat.

 

 

Weitere Informationen unter Fritz Wunderlich auf KlassikAkzente mit News, Hörproben, Videos, Galerie u.v.m.

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