Koproduktion mit SWR, ORF und Unitel
Regie
Wolfgang Wunderlich, Thomas Voigt
Buch
Thomas Voigt, Barbara Wunderlich
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzentin
Barbara Wunderlich
Erstsendetermin
ARD 13.3.2011
ORF2 10.4.2011
Längen 43 / 29 Min.
Opernsänger = Traumberuf?
Operngesang ist Hochleistungssport. „Und was machen Sie tagsüber?“, lautet ein uraltes Klischee hinsichtlich des Sängerberufes. Dass Opernsänger oft an ihre physischen Grenzen gehen und sogar Verletzungen ihres Stimmapparates riskieren, ist bei Insidern bekannt, jedoch kaum beim Publikum. Und während Krankengeschichten von Top-Fußballern ganze Sportseiten füllen und zu kollektivem Mitleid führen, kennen Kritiker und Publikum oft keine Gnade, wenn ein Sänger einmal nicht die erwartete Top-Leistung bringt.
Der Film von Wunderlich Medien bringt dem Laien den Beruf des Opernsängers mit all seinen Facetten näher und räumt mit oben genannten Vorurteilen auf. Prominente Künstler sowie Experten äußern sich zu den Höhen und Tiefen der Profession, den Versuchungen im Musik-Business und dem alten Konflikt des Künstlers zwischen Emotion und Vernunft. Hartes Training und eine besondere Lebensführung sind nötig, damit ein Sänger seinen Beruf über Jahrzehnte ausüben – und mit seinem Publikum jene Sternstunden erleben kann, die alle Mühen drum herum vergessen lassen:
„Wenn“, wie Jonas Kaufmann sagt, „alles Gute zusammenkommt, gute Regie, toller Dirigent, mitreißende Kollegen, aufmerksames Publikum – dann ist es wie ein Rausch.“
Interviewpartner
Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Piotr Beczala, Edda Moser, Christa Ludwig,
Daniel Behle, Dr. Reinhard Kürsten, Jürgen Kesting, Nikolaus Bachler
Ausschnitte
Tosca mit Jonas Kaufmann, München 2010, La Traviata mit Anja Harteros, München 2010, Lohengrin mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann, München 2009 u.a.
Koproduktion mit ORF und ZDFtheaterkanal
Regie
Thomas Voigt,
Wolfgang Wunderlich
Buch
Thomas Voigt, Barbara Wunderlich
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzentin
Barbara Wunderlich
Erstsendetermin
ZDFtheaterkanal 25.10.2009
ORF 2 26.10.2009
Länge 58 Min.
Seine Melodien kennen Millionen, seine Geschichte nur wenige
Schon in den 1930er Jahren war Robert Stolz ein Star. Die Nazis hofierten ihn, konnten ihn jedoch nie vereinnahmen: Stolz verhalf vielen Juden zur Flucht, bis er selbst flüchten und sein Leben riskieren musste. Von 1940-46 lebte er in den USA, wo seine Musik zum Synonym für ein Deutschland aus besserer Zeit wurde. 1946 kehrte er nach Wien zurück und wurde in den folgenden Jahrzehnten zum Pop-Star der Wiener Operette, auch als Dirigent zahlloser Konzerte und Aufnahmen.
Anfang der 1960er Jahre, auf seiner ersten Reise nach Israel, bestand Stolz darauf, dass seine Musik in Deutsch gesungen würde. Er brach damit ein Tabu und beim Publikum das Eis: Viele Zuhörer waren zu Tränen gerührt, weil sie mit den Texten der Wiener Lieder einen Teil ihrer Identität wiedergefunden hatten.
"Musik der Versöhnung" erzählt die bewegende Geschichte eines musikalischen Genies, das mit seiner Liebe zur Musik und seiner Zivilcourage half, die Wunden einer ganzen Generation zu heilen.
Interviewpartner: Udo Jürgens, Max Raabe, André Rieu, Anneliese Rothenberger, Marta Eggerth, Wolfgang Rademann, Renate Holm, Ingrid Wendl, Nigel Douglas, Clarissa Henry (Tochter von Einzi Stolz).
Archivaufnahmen mit Einzi und Robert Stolz, Marta Eggerth, Jan Kiepura, Theo Lingen, Leo Slezak, Sophia Loren, Romy Schneider, Deanne Durbin, Marcel Prawy, Nicolai Gedda u. a.
Regie
Thomas Zintl
Buch
Thomas Zintl,
Barbara Wunderlich
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzenten
Bernhard Fleischer,
Barbara Wunderlich
Erstsendetermin
Arte 09.11.2009
Länge 43 Min.
Dokumentation über den Stellenwert und Funktion der klassischen Musik im politischen System der DDR
Nach Kriegsende 1945 zerfällt die Welt politisch in Ost und West. Die Grenze verläuft quer durch Deutschland. Sie wird auch kulturell zur Trennlinie zwischen den Systemen.
Sofort beginnen russische Kulturoffiziere in der sowjetischen Besatzungszone mit der Wiederbelebung der Kultur. Aus den Trümmern werden große Opern- und Konzerthäuser wieder aufgebaut und traditionsreiche Orchester und Chore zu neuem Leben erweckt.
Nach der Staatsgründung der DDR übernimmt die Einheitspartei SED die kulturpolitische Leitung. Dem abschreckenden Bild des "amerikanisierten, konsumverweichlichten Westkapitalisten" setzt sie das Ideal des kulturbeflissenen Werktätigen entgegen. Neben dem Sport wird die Klassische Musik d a s Aushängeschild der DDR. Sie wird wie alle Kunstbereiche vom Regime fur ideologische Zwecke instrumentalisiert und manche Protagonisten genießen – sofern sie talentiert und dem Staatssicherheitsdienst nicht verdachtig sind – teils unglaubliche Privilegien.
Zwischen Kunst und Diktatur entsteht ein musikalisches Biotop, in dem auch absolutes „Weltniveau“ gedeiht. Das klassische musikalische Erbe ist nicht nur fur die Bürger in der DDR ein Lichtblick im grauen Alltagsleben. „Exportschlager“ wie die Staatskapelle Dresden, der Kreuz- und der Thomanerchor, renommierte Künstler, Orchester, Agenturen und Schallplattenfirmen sorgen fur klingelnde Kassen und einen regen Grenzverkehr, selbst in Zeiten des Kalten Krieges.
Interviewpartner: Helmut Schmidt, Kurt Masur, Peter Schreier, Christine Mielitz, Siegfried Matthus u. a.
Archivmaterial mit Walter Felsenstein, Kurt Masur, Peter Schreier, Theo Adam, Otmar Suitner, Ernst Legal, Tiana Lemnitz u. a.
Koproduktion mit 3sat, BR und SF
Regie
Thomas Voigt
Wolfgang Wunderlich
Buch
Thomas Voigt
Barbara Wunderlich
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzentin
Barbara Wunderlich
Erstsendetermine
Arte/BR/SF 2008
Länge: 58 Min.
Die Rückkehr der geheimnisvollen Opern-Diva
Sie war eine begnadete Sängerin, galt als "unnahbar" und wurde gerade deshalb von Fans in aller Welt wie eine Ikone bewundert. 1974, im Alter von 53 Jahren, beendete sie ihre Karriere - für alle überraschend abrupt und unerklärt. Sie zog sich auf ihr Schloss am Bodensee zurück, verweigerte jedes Interview und jeden Auftritt in der Öffentlichkeit.
Für den einstündigen Dokumentarfilm, der zum 90. Geburtstag der legendären Sängerin entstand, hat Lisa Della Casa ihr Schweigen gebrochen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten durfte ein Kamera-Team die Sopranistin, ihren Mann und ihre Tochter filmen. "Liebe einer Diva" ist nicht nur ein Künstler-Portrait, sondern ein Film über eine enge Vater-Mutter-Kind-Beziehung, die einige harte Schicksalsschläge überstanden hat.
Interviewpartner: Lisa Della Casa, Dietrich Fischer-Dieskau, Anneliese Rothenberger, Renée Fleming, Inge Borkh, Rolf Gerard, Francesco Della Casa, Vesna und Dragan Debeljevic.
Archiv-Aufnahmen: Auszüge aus "Don Giovanni" (Salzburg 1954, Interlaken 1970), "Salome" (München 1961), "Arabella" (München 1960), "Der Rosenkavalier" (Salzburg 1960), "Madama Butterfly" (CBC 1957), "Zum Blauen Bock" (1967), "Dalli Dalli" (1972), "Schöne Stimmen" (1973) u. a.
Koproduktion mit SWR, ORF, SF und Clasart
Regie und Buch
Thomas Voigt,
Wolfgang Wunderlich
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzentin
Barbara Wunderlich
Erstsendetermine
SWR, SF, ORF 2008
Längen 42 / 28 Min.
Die erste Interview-Doku über den deutschen Star-Tenor
Spätestens seit seinem Sensations-Debüt an der Metropolitan Opera New York nennt man Jonas Kaufmann in einem Atemzug mit legendären Tenören wie Fritz Wunderlich, Franco Corelli und Plácido Domingo.
Kaufmann sieht blendend aus, er ist intelligent, sprachbegabt und ein exzellenter Schauspieler. Und im Gegensatz zu vielen anderen Größen seiner Zunft ist er erfrischend uneitel und bodenständig.
Die Dokumentation "Ein ganz normaler Held" zeigt Kaufmann auf der Opernbühne, als Liedsänger, im Umgang mit Fans und Kollegen, auch privat als Ehemann und Familienvater. Im Zentrum des Films steht seine Darstellung des Don José in einer Neuinszenierung von Bizets "Carmen" am Opernhaus in Zürich.
Nie zuvor veröffentlichte Video-Aufnahmen aus seinen Anfängerjahren und Highlights aus seinem Rollen-Repertoire machen deutlich, warum Kaufmann in italienischen und französischen Partien weltweit genauso gefragt ist wie im deutschen Fach - und warum er als DER Tenor der Zukunft gilt.
Interviewpartner: Jonas Kaufmann, Margarete Joswig, Vesselina Kasarova, Franz Welser-Möst, Alexander Pereira, Helmut Deutsch, u. a.
Proben / Szenen: "Carmen" (Zürich 2008), "Fierrabras", "Fidelio", "L'elisir d'amore", "L'heure Espagnol"; "La Bohème", "Martha", "Manon" (Aufnahmesitzungen); Lieder von Richard Strauss (Schubertiade Schwarzenberg 2008) u. a.
Diashow
Koproduktin mit loopfilm, Arte, BR, ORF, SF, Unitel und der Deutschen Grammophon
Regie und Buch
Thomas Staehler,
Thomas Voigt
Kamera und Schnitt
Wolfgang Wunderlich
Produzenten
Oliver Halmburger
Barbara Wunderlich
Erstsendetermin
Arte 25.09.2006
Länge: 58 Min.
Die erste TV-Dokumentation über den legendären Tenor mit vielen unbekannten Aufnahmen
Fritz Wunderlich starb am 17. September 1966 im Alter von 35 Jahren. Seitdem ranken sich Legenden um die letzten Jahre des Sängers. Wie die von Frühvollendung und Todesahnung. Warum hatte der Star drei Wochen vor seinem Tod seine Autogrammkarten mit „in memoriam Fritz Wunderlich“ unterschrieben? Wieso lebte er die letzten Jahre mit einer Intensität, als könnte jeder Tag der letzte sein? Alles was er tat, ob auf der Bühne oder privat, tat er mit einer nahezu obsessiven Energie. Wie bei der Callas hat man Wunderlichs Leben oft mit dem Bild jener Kerze beschrieben, die an beiden Enden brennt.
40 Jahre später war es möglich, ein emotionales und spannendes Gesamtbild des Künstlers zu schaffen. Wie ist der Mythos Wunderlich entstanden? Das TV-Portrait zeichnet ein Bild des Sängers, der in den Jahren des Wirtschaftswunders zur künstlerischen Ikone wurde. Zugleich wird Wunderlichs Alltag aus seiner eigenen Perspektive gezeigt: Selbst gedrehte 16mm-Filme des Sängers, die hier zum ersten Mal veröffentlicht wurden, zeigen die Legende Wunderlich aus einem völlig neuen Blickwinkel. Aus seiner Sicht schaut man hinter die Kulissen der Glamour-Welt des klassischen Musikbetriebs, der während der Wirtschaftswunderjahre von großer gesellschaftlicher Relevanz war. Seltene Live- und Fernseh-Aufnahmen sowie Aussagen von Zeitzeugen und heute aktiven Künstlern runden das Portrait ab, das erstmals ein einprägsames Gesamtbild des Ausnahmekünstlers vermittelt.
Interview-Partner: Eva Wunderlich, Rolando Villazón, Thomas Hampson, Dietrich Fischer-Dieskau, Anneliese Rothenberger, Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender, Emmerich Smola, Joachim Kaiser, Karl Löbl, Peter Karger u. a.
Archiv-Material: Interviews mit Hermann Prey und Hubert Giesen, Auschnitte aus "Die Zauberflöte", "Eugen Onegin", "Palestrina", "Die Schweigsame Frau" u. a.; Privatfilme aus dem Familien-Archiv.
Koproduktion mit Arte und BR
Zusammenstellung,
Gestaltung und Produktion
Barbara und Wolfgang Wunderlich
Erstsendetermin
Arte 25.09.2006
Länge: 43 Min.
Fernseh-Dokumente mit Fritz Wunderlich
Als ergänzendes Programm zum Film "Fritz Wunderlich - Leben und Legende" (siehe oben) entstand diese Zusammenstellung berühmter und unbekannter TV-Ausschnitte.
Inhalt:
Mozart, Die Entführung aus dem Serail, "Hier soll ich Dich denn sehen" (SFB 1966)
Strauss, Die schweigsame Frau, "Du süßester Engel" (mit Ingeborg Hallstein, BR 1960)
Mozart, Die Zauberflöte, "Dies Bildnis ist bezaubernd schön" (SDR 1960)
Smetana, Die verkaufte Braut, "Komm mein Söhnchen, auf ein Wort" (mit Kurt Böhme, SFB 1966)
Schubert, "Der Wachtelschlag" (mit Ludwig Kusche, BR)
Strauss, Krämerspiegel, "Die Händler und die Macher" (dto.)
Wolf, Der Sommernachtstraum, Lied des transferierten Zettel (dto.)
Tschaikowsky, Eugen Onegin, Szene des Lenski (BR 1962, live aus dem Prinzregententheater in München)
Pergolesi, Der Musikmeister, "Die besten Sänger sind meine Schüler" (ORF/ARD 1963)
Rossini, Der Barbier von Sevilla, "Ist er's wirklich - Stille stille" (mit Erika Köth und Hermann Prey; BR 1959, live aus dem Cuvilliéstheater in München)
Lara, Granada (mit privaten Filmausschnitten von Fritz Wunderlich)